Genossenschaftsidee im Raiffeisenjahr 2018

Sonderausgabe Newsletter 01/2018

Liebe Leserinnen und Leser,
in dieser Sonderausgabe geht es rund um die Genossenschaftsidee sowie deren Aktualität und Relevanz in einer Welt zunehmender Digitalisierung.

Wir zeigen Ihnen nicht nur, wie unsere Genossenschaftsidee im Wandel der Zeit an Beständigkeit gewinnt, sondern auch wie diese im Zuge des diesjährigen Raiffeisenjahrs gewürdigt wird und warum die Genossenschaftsidee – auch für den baden-württembergischen Landtag – heute so unverzichtbar ist.

Wir wünschen Ihnen eine informative Lektüre.

Der Vorstand

Genossenschaftsidee - zwischen Tradition und Moderne

„Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele!“ Diese Idee Raiffeisens besteht seit dem 19. Jahrhundert und wird noch heute durch Genossenschaften gelebt. Über 1 Milliarde Menschen sind weltweit in Genossenschaften organisiert, davon alleine 22,6 Millionen in Deutschland, über 8.000 Genossenschaften wirtschaften in Deutschland nachhaltig und verantwortungs-bewusst.

Dass die Idee Raiffeisens auch heute noch zeitgemäß ist und hohen Anklang findet, zeigt die Ernennung der Genossenschaftsidee zum immateriellen UNESCO-Weltkulturerbe im November 2016.

Raiffeisenjahr 2018

„Mensch Raiffeisen. Starke Idee!“

Unter diesem Motto veranstaltet die Deutsche Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft e.V. anlässlich des 200. Geburtstags von Raiffeisen das Raiffeisenjahr 2018.

Ziel ist es dabei, die Genossenschaftsidee noch stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und damit die Vielfalt der Genossenschaften sichtbarer und bekannter zu machen.

Solidarität und die Hilfe zur Selbsthilfe sind die durch Raiffeisen gelebten und bis heute geprägten Prinzipien. Seine Idee „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“ verändert die Welt! Sie lebt nicht nur bis heute weiter, sondern wird auch heute noch weiterentwickelt. An zahlreichen Universitäten wird über die Genossenschaftsidee geforscht, zahlreiche Verbände beschäftigen sich mit der Idee und den Prinzipien Raiffeisens und passen diese an aktuelle Revolutionen an.

Im Jahr 2018 werden die Idee Raiffeisens und seine Prinzipien der Selbsthilfe, Selbstverwaltung und Selbstverantwortung ein ganzes Jahr lang mit verschiedenen Aktionen und Events gefeiert und gewürdigt.

Friedrich Wilhelm Raiffeisen – Vater der Genossenschaftsidee

1818
Am 30. März 1818 wird Raiffeisen in Hamm an der Sieg geboren. Begleitet von Geldnöten, fehlen ihm die finanziellen Mittel für den Gymnasial- und Hochschulbesuch und so trat er mit 17 Jahren den Militärdienst an.
Ab 1845 wird Raiffeisen dann als Bürgermeister aktiv gegen die damalige Armut der Landbevölkerung. Er setzt sich für den Schulbau ein und fördert die Agrarwirtschaft. Dabei schöpft er die Begriffe Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung. Im Jahr darauf gründet er mit dem „Weyerbuscher Gemeindebackhaus“ die erste genossenschaftliche Einrichtung und drei Jahre später dann den ersten Hilfsverein mit Solidarhaftung. Zur gleichen Zeit gründet Hermann Schulze-Delitsch den ersten Vorschussverein, den Vorläufer der heutigen Volksbanken.
1845
1862 1862 gründet Raiffeisen die ersten Darlehenskassenvereine, die heute als erste Genossenschaften im Raiffeisenschen Sinne gelten.
1869 erlangte der „Systemstreit“ zwischen Raiffeisen und dem Mitbegründer des Genossenschafts-gedankens Schulze-Delitzsch seinen Höhepunkt: Während Raiffeisen für die Förderung des ländlichen Raums einstand, wollte Schulze-Delitzsch vor allem die kleinen Handwerker und Händler unterstützen. So verschieden beide Anliegen waren, im Ziel waren sich die Urväter der Genossenschaften aber schließlich einig.
1869
1888

Raiffeisen verstirbt am 11. März 1888, kurz bevor ihm die Ehrendoktorwürde für seine Verdienste im Aufbau der landwirtschaftlichen Genossenschaften verliehen werden sollte.

Seine Idee und Überzeugung „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele“
lebt aber bis heute weiter! 

Große Anfrage an den Landtag

Wie zeitgemäß die Genossenschaftsidee auch heute noch ist

Anlässlich des Raiffeisenjahres 2018 hat der baden-württembergische Landtag über die Bedeutung von Genossenschaften für Wirtschaft und Gesellschaft gesprochen. Als bisher einziges Bundesland nimmt Baden-Württemberg den 200. Geburtstag Raiffeisens zum Anlass, die Genossenschaftsidee im Landesparlament zu debattieren.

Die Fraktion der CDU stellt in ihrer großen Anfrage an den Landtag 21 Fragen, die sich rund um die Genossenschaftsidee und deren Prinzipien drehen.

Sie interessiert dabei besonders, wie die Landesregierung die Bedeutung und Rolle der Genossenschaften bewertet, wie zeitgemäß der genossenschaftliche Gedanke ist und welchen Beitrag Genossenschaften in einer Welt zunehmender Digitalisierung und in der immer schneller werdenden Veränderungskultur auch zukünftig leisten können. Auch die Rolle der Landesregierung bei der Unterstützung und Förderung der Genossenschaften wurde durch die Fraktion der CDU zur Debatte gestellt.

Die Landesregierung betonte dabei in ihren sehr ausführlichen Antworten immer wieder, die besondere Bedeutung und Relevanz der Genossenschaften für Wirtschaft und Gesellschaft. Denn gerade die genossenschaftlichen Prinzipien zur Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung spielen eine große Rolle bei der Förderung und Aktivierung von gesellschaftlichem Engagement, vor allem wenn es darum geht, möglichst viele Menschen in Entscheidungsprozesse einzubinden.

Dass die genossenschaftliche Idee auch im 21. Jahrhundert noch zeitgemäß ist und auch heute noch Lösungsansätze für aktuelle und zukünftige Herausforderungen bietet, zeigen laut Landesregierung die zahlreichen Neugründungen von Genossenschaften, wie beispielsweise im Energiebereich, beim Ausbau der Elektromobilität, im Gesundheits- und Pflegebereich oder bei Wohnungsbaugenossenschaften.

Quelle: Große Anfrage an den Landtag unter www.landtag-bw.de/Dokumente

Auf einen Blick – Das Fazit des Landtages

Die Fraktionen des Landtags lobten die Arbeit der Genossenschaften in Baden-Württemberg und stellten deren herausragende Bedeutung für Wirtschaft und Gesellschaft heraus. Vor allem die besondere Bindung zwischen Genossenschaften und deren Mitgliedern wird als äußerst wertvoll angesehen.

Quelle: Pressemitteilung des bwgv vom 01.02.2018

Weitere Informationen zur Debatte finden Sie auf der Website des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes e.V. unter: www.wir-leben-genossenschaft.de oder direkt beim Landtag von Baden-Württemberg unter: www.landtag-bw.de/Dokumente.

Wir machen die Genossenschaftsidee auch digital erlebbar!

Digitales Mitgliedernetzwerk der Volksbank Bruchsal-Bretten eG

Ganz im Zeichen der Mitmachbank bieten wir Ihnen im Mitgliedernetzwerk die Chance, Ihre Volksbank aktiv mitzugestalten und machen somit für Sie Mitgliedschaft digital erlebbar!

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