Jahresbericht 2020

Bericht des Vorstandes

Roland Schäfer
Juan Baltrock
Dimitrios Meletoudis
Volker Gaa
Andreas Hahn
Gerhard Rübenacker
Geschäftliche Entwicklung

Das wirtschaftliche und gesellschaftliche Leben in Deutschland stand 2020 im Zeichen einer Krise, die durch das Coronavirus ausgelöst wurde. Die globale Virusverbreitung sowie die dagegen ergriffenen Maßnahmen ließen die bereits vorher eingetretene konjunkturelle Abschwächung in eine schwere Rezession münden. Das preisbedingte Bruttoinlandsprodukt brach gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Prozent ein, nachdem es 2019 noch um 0,6 Prozent expandiert war.

Gesamtwirtschaftlich gesehen brachte die Corona-Pandemie im Jahr 2020 große Herausforderungen mit sich, die es zu überwinden galt.

In diesem herausfordernden Umfeld des vergangenen Jahres – bedingt durch die Corona-Pandemie, einem weiterhin niedrigen Zinsniveau und neuer Herausforderungen der Digitalisierung - konnte Ihre Volksbank Bruchsal-Bretten eG im Geschäftsjahr 2020 ein gutes Wachstum erreichen und weitere Marktanteile sowohl im Kredit- als auch Einlagengeschäft gewinnen. Gleiches gilt im Übrigen für die Volksbank Stutensee-Weingarten eG.

Als Genossenschaftsbank ist es unsere Aufgabe, unsere Mitglieder wirtschaftlich zu fördern.

Dabei ist bedeutsam, dass Ihre Volksbank Bruchsal-Bretten eG insgesamt über 4,3 Mrd. EUR an Gesamtkundenvolumen betreut, zum Teil gemeinschaftlich mit der genossenschaftlichen Finanzgruppe. In der Volksbank Stutensee-Weingarten eG beträgt dieses über 1,8 Mrd. EUR.

Der überwiegende Teil der Aktiva unserer Bilanz wird durch unsere Kunden als Kredite in Anspruch genommen. Wir tragen damit maßgeblich zur stabilen Finanzierung der Wirtschaft und zur Förderung unserer Region bei. Im vergangenen Jahr 2020 hat Ihre Volksbank Bruchsal-Bretten eG das Kreditgeschäft auf 1.760 Mio. EUR ausgebaut. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs damit unser Kreditgeschäft um 151 Mio. EUR. Die Volksbank Stutensee-Weingarten konnte ihr Kreditgeschäft um 90 Mio. EUR auf 864 Mio. EUR.

Bei den Kundeneinlagen stand auch im vergangenen Geschäftsjahr der Wunsch nach höchster Flexibilität bei unseren Kunden weiter im Vordergrund.

Die Bilanzsumme konnte in der Volksbank Bruchsal-Bretten eG auf 2.165 Mio. EUR gesteigert werden, in der Volksbank Stutensee-Weingarten eG auf 907 Mio. EUR.

Vermögens- und Finanzanlage

Die Vermögens- und Finanzlage der Bank ist geordnet. Zur Deckung der Risiken wurde in angemessenem Umfang Vorsorge getroffen. Angemessene Eigenmittel, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bilden neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage der soliden Geschäftspolitik. Die Anforderungen der Capital Requirements Regulation (CRR) wurden im Geschäftsjahr 2020 eingehalten. Den Mindestreserveverpflichtungen sind wir stets nachgekommen. Die Zahlungsbereitschaft unserer Bank war in 2020 zu jedem Zeitpunkt gegeben.

Ertragslage

Der Provisionsüberschuss der Volksbank Bruchsal-Bretten eG liegt bei 11,8 Mio. EUR, in der Volksbank Stutensee-Weingarten liegt dieser bei 5,5 Mio. EUR. Erfolgsfaktor ist in unseren beiden Genossenschaften insbesondere das Vermittlungsgeschäft.

Wir sehen hier, dass es uns gelingt, unsere Mitglieder und Kunden bei der Umstellung Ihres Anlageverhaltens zu unterstützen.

Der Zinsüberschuss fiel im Jahr 2020 – aufgrund des historisch niedrigen Zinsniveaus und des gesamtwirtschaftlich rückläufigen Wirtschaftswachstums – weiter auf 31,2 Mio. EUR. In der Volksbank Stutensee-Weingarten eG konnte der Zinsüberschuss leicht auf 15,1 Mio. EUR gesteigert werden.

Wir haben und werden auch zukünftig Maßnahmen ergreifen, die uns bei anhaltendem Niedrigzinsniveau, schwachem Wirtschaftswachstum und gerade in Krisenzeiten wie in der aktuellen Corona-Pandemie ein akzeptables Zinsergebnis ermöglichen.

Dennoch müssen wir für die Zukunft mit einem weiter rückläufigen Zinsergebnis rechnen. Gerade auch deswegen, weil die Auswirkungen der anhaltenden Corona-Pandemie bisher nicht abschätzbar sind.

Für das Geschäftsjahr 2020 beträgt das Bewertungsergebnis in der Volksbank Bruchsal-Bretten eG -2.304 Mio. EUR. In der Volksbank Stutensee-Weingarten eG wurde im Geschäftsjahr 2020 ebenfalls ein negatives Bewertungsergebnis von -171 Tausend EUR erzielt.

Ausblick

Das Vertrauen in unsere Volksbank, in ihr Geschäftsmodell und in ihre Geschäftspolitik ist weiter angewachsen. Die Volksbank Bruchsal-Bretten eG legt großen Wert auf ihre genossenschaftliche Ausrichtung und die damit verbundene Mitgliederorientierung. Im Vordergrund steht eine an den Bedürfnissen der Mitglieder ausgerichtete, mehrwertstiftende und nachhaltige Partnerschaft

Gerade in Krisenzeiten wie diesen macht sich das enorme Vertrauen unserer Mitglieder und Kunden bemerkbar. Gerade jetzt wird eine vertrauensvolle und partnerschaftliche Bindung umso wichtiger. Gemeinsam mit unseren Mitgliedern werden wir Wege und Lösungen finden, die Herausforderungen der Krise bewältigen.

In Anbetracht der immer noch andauernden Corona-Pandemie, die das Jahr 2020 wirtschaftlich und gesellschaftlich mit großen Herausforderungen geprägt hat und bei den derzeit gegebenen Marktumständen, konnten wir insgesamt in beiden Genossenschaftsbanken ein zufriedenstellendes Ergebnis für das Jahr 2020 erzielen und damit gehen wir als zwei starke regional verankerte Genossenschaftsbanken in unsere gemeinsame Verschmelzung, wirtschaftlich bereits zum 31.12.2020, und meistern nun gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft.

Als gewachsene Genossenschaft, die nach der Verschmelzung mit der Volksbank Stutensee-Weingarten über 64.500 Mitglieder stark ist. Damit sind wir weiterhin die größte Personenvereinigung in der Region.

Auch die konsequente Vertriebsausrichtung im Omnikanalmodell, die permanente Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die laufende Optimierung von Abläufen und Strukturen werden weiterhin wichtige Schwerpunkte unseres Hauses bleiben, die uns zukunftsfähig machen.

Wir sind zuversichtlich, auch in den Geschäftsjahren 2021 und 2022 trotz der Corona-Pandemie, der daraus resultierenden angespannten Wirtschaftslage und im weiterhin schwierigen Geld- und Kapitalmarktumfeld ein noch zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.

Bretten, April 2021
Der Vorstand


Bericht des Aufsichtsrats

Thomas Ackermann

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach §53 GenG.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überwacht. Insbesondere beinhaltete die Überprüfung, dass keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen von Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, erbracht wurden. Bei zulässigen Nichtprüfungsleistungen lagen die erforderlichen Genehmigungen vor.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Der vorliegende Jahresabschluss 2020 mit Lagebericht wurde vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss mit Anhang, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und für in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses – unter Einbeziehung des Gewinnvortrages – entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Vorstand hat den Jahresabschluss zum 31.12.2020 aufgestellt, der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss am 07. April 2021 festgestellt.
Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung die vorgesehene Ergebnisverwendung.

Der Aufsichtsrat bestand aus 8 Mitgliedern. Dieses Jahr scheiden Frau Hildur Kirchdörfer, Herr Bodo Common, Herr Volker Ihrig, Herr Reinhard Schmid und Herr Friedrich Zerrer aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder Hildur Kirchdörfer, Bodo Common, Reinhard Schmid und Friedrich Zerrer ist zulässig und wird der Vertreterversammlung vorgeschlagen. Herr Volker Ihrig kann altersbedingt nicht mehr gewählt werden.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.

Bretten, April 2021

Thomas Ackermann
Vorsitzender


Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Die Vertreterversammlung hat beschlossen, den Bilanzgewinn von 2.591.199,13 EUR wie folgt zu verwenden.

Vorschlag für die Ergebnisverwendung EUR
Ausschüttung einer Dividende von 3,00% 582.602,29
Bonuszahlung 3,00% 582.602,29
Zuweisung zu den Ergebnisrücklagen
 
b) andere Ergebnisrücklagen 1.750.000,00
Vortrag auf neue Rechnung 2785,66
  2.917.990,24