Jahresbericht 2016

Bericht des Vorstandes

Roland Schäfer
Volker Gaa
Gerhard Rübenacker
Geschäftliche Entwicklung

Die deutsche Wirtschaft blieb im Jahr 2016 auf Wachstumskurs. Nach ersten amtlichen Angaben legte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorjahr um kräftige 1,9 % zu, nachdem es in 2015 um 1,7 % expandiert war. Der Zuwachs hätte allerdings noch höher ausfallen können, wenn das wirtschaftliche Umfeld weniger ungünstig gewesen wäre. Im Jahresverlauf zeigte das Wachstum merkliche Schwankungen. Über das gesamte Jahr betrachtet blieben die Konsumausgaben der zentrale Treiber der konjunkturellen Entwicklung. Vom Außenhandel und den Investitionen gingen hingegen nur begrenzt Impulse aus.

Seit über 150 Jahren ist die Volksbank Bruchsal-Bretten eG mit der Region und ihrer Wirtschaft verwurzelt. Die auf Beständigkeit und Kontinuität ausgerichtete Geschäftspolitik zeigt sich seit Jahren erfolgreich. Trotz eines anhaltend schwierigen Marktumfeldes konnte die Volksbank Bruchsal-Bretten eG ihre Marktposition in 2016 festigen und Zuwächse bei Einlagen und Krediten verzeichnen. Die Volksbank Bruchsal-Bretten eG blickt damit auf eine positive Geschäftsentwicklung und ein erfolgreiches Jahr 2016 zurück.

Die Forderungen an Kunden haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter erhöht. Sie nahmen um 56,5 Mio. EUR auf 1.005 Mio. EUR zu. Basis hierfür war die Nachfrage der Privatkunden nach Wohnungsbaukrediten sowie die Investitionstätigkeit der Firmenkunden. Auch die Kundeneinlagen entwickelten sich positiv und stiegen im Berichtszeitraum um 39,7 Mio. EUR auf 1.242 Mio. EUR an. Der Trend zu kurzfristig verfügbaren Anlageprodukten blieb weiterhin ungebrochen.

Die Bilanzsumme der Bank stieg insbesondere durch das Wachstum im Kundengeschäft um 1,96 % auf 1.529 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung der außerbilanziellen Geschäfte ergibt sich ein betreutes Gesamtkundenvolumen von 3,4 Mrd. EUR.

Vermögens- und Finanzanlage

Die Vermögens- und Finanzlage der Bank ist geordnet. Zur Deckung der Risiken wurde in angemessenem Umfang Vorsorge getroffen. Angemessene Eigenmittel, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bilden neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage der soliden Geschäftspolitik. Die Anforderungen der Capital Requirements Regulation (CRR) wurden im Geschäftsjahr 2016 gut eingehalten. Die Liquiditätskennzahl der Liquiditätsverordnung sowie die Liquidity Coverage Ratio (LCR) haben wir eingehalten. Den Mindestreserveverpflichtungen sind wir stets nachgekommen. Die Zahlungsbereitschaft unserer Bank war in 2016 zu jedem Zeitpunkt gegeben.

Ertragslage

Zins- und Provisionsüberschuss sind im Geschäftsjahr 2016 wieder auf das Niveau von 2014 zurückgegangen.

Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Die Erhöhung der Tarifanpassungen wurde durch reduzierte Zuführungen zu Pensionsrückstellungen aufgrund einer Änderung der zugehörigen Bilanzierungsvorschriften ausgeglichen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen haben sich wieder auf die Höhe von 2014 angepasst.

Aus der Entwicklung der einzelnen Erfolgskomponenten resultiert ein ordentliches Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von 11,8 Mio. EUR. Aufgrund einer Neufestsetzung der Steuern für Vorjahre im Rahmen einer Betriebsprüfung wird ein Jahresüberschuss auf Vorjahreshöhe ausgewiesen. Das Ergebnis ermöglicht die Ausschüttung einer marktgerechten Dividende und eine angemessene Dotierung der Rücklagen und Reserven.

Ausblick

Das Vertrauen in unsere Volksbank, in ihr Geschäftsmodell und in ihre Geschäftspolitik ist nach der Finanzmarktkrise weiter angewachsen. Die Volksbank Bruchsal-Bretten eG legt großen Wert auf ihre genossenschaftliche Ausrichtung und die damit verbundene Mitgliederorientierung. Im Vordergrund steht eine an den Bedürfnissen der Mitglieder ausgerichtete, mehrwertstiftende und nachhaltige Partnerschaft.

Unterstützt durch die gute konjunkturelle Situation rechnen wir mit einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung. Die konsequente Vertriebsausrichtung im Omnikanalmodell, die permanente Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die laufende Optimierung von Abläufen und Strukturen mit dem Ziel, Kosten einzusparen, stellen weiterhin den geschäftspolitischen Schwerpunkt unseres Hauses dar.

Insgesamt sind wir zuversichtlich, durch die eingeleiteten Maßnahmen auch in den Geschäftsjahren 2017 und 2018 im weiterhin schwierigen Geld- und Kapitalmarktumfeld ein noch zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.

Bretten, Mai 2017
Der Vorstand


Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Der vorliegende Jahresabschluss 2016 mit Lagebericht wurde vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss mit Anhang, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und für in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses – unter Einbeziehung des Gewinnvortrages – entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2016 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Der Aufsichtsrat bestand aus 9 Mitgliedern. Dieses Jahr scheidet Herr Wolfgang Hirsch altersbedingt aus dem Aufsichtsrat aus. Der Aufsichtsrat schlägt der Vertreterversammlung vor, das freiwerdende Mandat neu zu besetzen.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.

Bretten, Mai 2017


Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 4.373.668,50 – unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 2.206,24 sowie nach den im Jahresabschluss mit EUR 1.550.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 2.825.874,74) – wie folgt zu verwenden: