Jahresbericht 2017

Bericht des Vorstandes

Roland Schäfer
Volker Gaa
Gerhard Rübenacker
Geschäftliche Entwicklung

Der bereits seit dem Jahr 2013 andauernde Konjunkturaufschwung in Deutschland schritt in 2017 weiter voran und führte erneut zu einem überdurchschnittlichen gesamtwirtschaftlichen Wachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte nach ersten amtlichen Schätzungen gegenüber dem Vorjahr um 2,2% zu und expandierte damit noch etwas stärker als in 2016 (+1,9%). Insgesamt erfuhr das preis-, kalender-, und saisonbereinigte BIP im bisherigen Verlauf des Aufschwungs und auch in 2017 von Quartal zu Quartal nur relativ geringe Schwankungen. Globale Unsicherheiten, wie beispielsweise die protektionistischen Tendenzen der US-Regierung und der angekündigte harte Austritt Großbritanniens aus der EU, beeinträchtigten das Wirtschaftswachstum Deutschlands offenbar nur wenig. Grund hierfür dürfte nicht zuletzt sein, dass das Wachstum weniger durch außenwirtschaftliche, sondern vielmehr durch binnenwirtschaftliche Faktoren getrieben wurde.

Die Volksbank Bruchsal-Bretten eG ist seit über 150 Jahren mit der Region und ihrer Wirtschaft verwurzelt. Seit Jahren zeigt sich die auf Beständigkeit und Kontinuität ausgerichtete Geschäftspolitik erfolgreich. So konnte die Bank auch in 2017 und damit trotz eines anhaltend schwierigen Marktumfeldes ihre Marktposition festigen und Zuwächse bei Einlagen und Krediten verzeichnen. Die Volksbank Bruchsal-Bretten eG blickt damit auf eine positive Geschäftsentwicklung und ein erfolgreiches Jahr 2017 zurück.

Die Forderungen an Kunden haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter erhöht. Sie nahmen um 102 Mio. EUR auf 1.107 Mio. EUR zu. Basis hierfür war die Nachfrage der Privatkunden nach Wohnungsbaukrediten sowie die Investitionstätigkeit der Firmenkunden. Auch die Kundeneinlagen entwickelten sich positiv und stiegen im Berichtszeitraum um 36 Mio. EUR auf 1.278 Mio. EUR an. Der Trend zu kurzfristig verfügbaren Anlageprodukten blieb weiterhin ungebrochen.

Die Bilanzsumme der Bank stieg insbesondere durch das Wachstum im Kundengeschäft um 9,16% auf 1.668 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung der außerbilanziellen Geschäfte ergibt sich ein betreutes Gesamtkundenvolumen von 3,5 Mrd. EUR.

Vermögens- und Finanzanlage

Die Vermögens- und Finanzlage der Bank ist geordnet. Zur Deckung der Risiken wurde in angemessenem Umfang Vorsorge getroffen. Angemessene Eigenmittel, auch als Bezugsgröße für eine Reihe von Aufsichtsnormen, bilden neben einer stets ausreichenden Liquidität die unverzichtbare Grundlage der soliden Geschäftspolitik. Die Anforderungen der Capital Requirements Regulation (CRR) wurden im Geschäftsjahr 2017 gut eingehalten. Die Liquiditätskennzahl der Liquiditätsverordnung sowie die Liquidity Coverage Ratio (LCR) haben wir eingehalten. Den Mindestreserveverpflichtungen sind wir stets nachgekommen. Die Zahlungsbereitschaft unserer Bank war in 2017 zu jedem Zeitpunkt gegeben.

Ertragslage

Während der Zinsüberschuss leicht rückläufig war, stieg der Provisionsüberschuss im Berichtszeitraum an.

Die Personalaufwendungen erhöhten sich insbesondere aufgrund von Tarifanpassungen leicht. Die anderen Verwaltungsaufwendungen liegen auf dem Niveau von 2016.

Aus der Entwicklung der einzelnen Erfolgskomponenten resultiert ein ordentliches Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit von 11,6 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung des Steueraufwandes wird ein Jahresüberschuss auf Vorjahreshöhe ausgewiesen. Das Ergebnis ermöglicht die Ausschüttung einer marktgerechten Dividende und eine angemessene Dotierung der Rücklagen und Reserven.

Ausblick

Das Vertrauen in unsere Volksbank, in ihr Geschäftsmodell und in ihre Geschäftspolitik ist weiter angewachsen. Die Volksbank Bruchsal-Bretten eG legt großen Wert auf ihre genossenschaftliche Ausrichtung und die damit verbundene Mitgliederorientierung. Im Vordergrund steht eine an den Bedürfnissen der Mitglieder ausgerichtete, mehrwertstiftende und nachhaltige Partnerschaft.

Unterstützt durch die gute konjunkturelle Situation rechnen wir mit einer stabilen wirtschaftlichen Entwicklung. Die konsequente Vertriebsausrichtung im Omnikanalmodell, die permanente Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die laufende Optimierung von Abläufen und Strukturen mit dem Ziel, Kosten einzusparen, stellen weiterhin den geschäftspolitischen Schwerpunkt unseres Hauses dar.

Insgesamt sind wir zuversichtlich, durch die eingeleiteten Maßnahmen auch in den Geschäftsjahren 2018 und 2019 im weiterhin schwierigen Geld- und Kapitalmarktumfeld ein noch zufriedenstellendes Ergebnis zu erzielen.

Bretten, Mai 2018
Der Vorstand


Bericht des Aufsichtsrats

Thomas Ackermann

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überwacht. Insbesondere beinhaltete die Überprüfung, dass keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen von Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, erbracht wurden. Bei zulässigen Nichtprüfungsleistungen lagen die erforderlichen Genehmigungen vor.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrates in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand.

Der vorliegende Jahresabschluss 2017 mit Lagebericht wurde vom Baden-Württembergischen Genossenschaftsverband e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss mit Anhang, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und für in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses – unter Einbeziehung des Gewinnvortrages – entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2017 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

Der Aufsichtsrat bestand aus 9 Mitgliedern. Dieses Jahr scheiden Herr Bodo Common, Herr Volker Ihrig, Herr Reinhard Schmid, Herr Wolfgang Schott und Herr Friedrich Zerrer aus dem Aufsichtsrat aus. Die Wiederwahl der ausscheidenden Mitglieder Bodo Common, Volker Ihrig, Reinhard Schmid, und Friedrich Zerrer ist zulässig und wird der Vertreterversammlung vorgeschlagen. Herr Wolfgang Schott scheidet altersbedingt aus. Der Aufsichtsrat schlägt der Vertreterversammlung vor, das frei werdende Mandat neu zu besetzen.

Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Dank für die geleistete Arbeit aus.

Bretten, Mai 2018


Vorschlag für die Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat vor, den Jahresüberschuss von EUR 4.359.850,56 – unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages von EUR 3.247,73 sowie nach den im Jahresabschluss mit EUR 1.550.000,00 ausgewiesenen Einstellungen in die Rücklagen (Bilanzgewinn von EUR 2.813.098,29) – wie folgt zu verwenden: