Azubi-Theater 2020

Verschmelzung

Jährlich findet das Azubi-Theater für Auszubildende des zweiten Lehrjahres, sowie DH-Studenten des dritten Lehrjahres statt. Während des Azubi-Theaters werden Schlüsselqualifikationen wie Bühnenpräsenz, Rhetorik und Schauspiel geschult – auch wenn diese auf den ersten Blick wenig mit dem Bankalltag zu tun haben. Allerdings gibt dieses völlig andere Projekt den Auszubildenden die Möglichkeit, neue Erfahrungen zu sammeln und sich neuen Aufgaben zu stellen.

„Das besondere an der Ausbildung bei der Volksbank Bruchsal-Bretten ist auch das Azubi-Theater.“ Das wurde uns schon zu Beginn unserer Ausbildung gesagt. Doch was genau sich hinter dem Azubi-Theater verbirgt, erfuhren wir Azubis des zweiten Lehrjahres erst als es im Oktober soweit war.

Innerhalb von sechs Tagen durften wir gemeinsam mit Azubis der Volksbank Stutensee-Weingarten eG, unter der Anleitung der Theaterpädagogen Rob und Susanne, ein eigenes Theaterstück auf die Beine stellen. Das Thema war „Verschmelzung“. Das klingt nach einer großen Aufgabe und genau das war es auch!

Zusätzlich gab es in diesem Jahr weitere Herausforderungen. Wie bringt man ein Theaterstück auf die Bühne im Rahmen von Abstandsregeln und Maskenpflicht? Und können wir überhaupt Live-Publikum ins Theater lassen? Nach reiflichen Überlegungen wurde eine passende Lösung gefunden: Unser diesjähriges Theaterstück war ganz für die Kamera ausgelegt und wurde live auf YouTube gestreamt. So hatten wir eine richtige Filmset-Atmosphäre.

Doch was genau haben wir während der sechs Tage erlebt? Los ging es in den ersten Tagen mit einer Einführung in die Theaterarbeit. Stimm-, Körper- und Wahrnehmungsübungen standen auf dem Programm, um Berührungsängste gegenüber dem Theaterspielen abzubauen.

Schon bald darauf erarbeiteten wir Szenen in Kleingruppen zum Thema Verschmelzung und immer wieder stellten wir uns die Frage: „Was bedeutet Verschmelzung und wo gibt es Verschmelzung in unserem Alltag?“ Diese Szenen haben wir dann vor den Anderen aufgeführt und dann wurde daran gefeilt und herumgebastelt. Manch eine Szene hat eine recht lustige Entwicklung hingelegt, nachdem unsere Theaterpädagogen Rob und Susanne ihre Ideen und kreativen Einfälle eingebracht hatten.

So entstand Tag für Tag ein zusammenhängendes Theaterstück. Die Szenen wurden von Rob und Susanne geordnet und es wurde ein Spannungsbogen entwickelt.

Am Abend des 29. Oktober war dann die große Stunde gekommen. Zwar ohne anwesendes Publikum, dafür aber umso mehr Live-Zuschauer auf YouTube. In unserem 40-minütigen Stück zeigten wir was wir in den letzten Tagen erarbeitet hatten. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen und wir bekamen sehr positives Feedback für unsere tolle Leistung.

Während der sechs Tage wurde jeder an seine Grenzen geführt und konnte so seine Komfortzone erweitern, denn die wenigsten von uns standen zuvor schonmal auf der Bühne. Insgesamt wurden wir als Gruppe enger zusammengeschweißt und hatten die Möglichkeit ein großartiges Projekt auf die Beine zu stellen

Den neuen Mut und das Selbstbewusstsein können wir jetzt in unseren beruflichen Alltag mitnehmen und uns Herausforderungen stellen, die wir uns zuvor sicher nicht zugetraut hätten.