Nachhaltig und mit Augenmaß zum Nutzen der Mitglieder wirtschaften

„Wir haben hart dafür gearbeitet, im gegebenen schwierigen Geld- und Kapitalmarktumfeld die guten Ergebnisse der vorangegangenen Jahre auch in 2016 zu halten. Und es ist uns gelungen. Wir sind stolz darauf, dass die Volksbank Bruchsal-Bretten auch im Geschäftsjahr 2016 in allen relevanten Bereichen das Vorjahresergebnis erreicht und zum Teil sogar verbessert hat.“ Vorstandsvorsitzender Roland Schäfer konnte bei der diesjährigen Vertreterversammlung vor über 500 Vertretern und Gästen im Hallensport-Zentrum Bretten über eine gute und zufriedenstellende Entwicklung seiner Genossenschaftsbank berichten.

Zuwächse bei Kundeneinlagen und Kundenkrediten

Die Bilanzsumme stieg um 30 Mio. EUR auf jetzt 1.529 Mio. EUR. Dabei wurde, teilweise zusammen mit der Genossenschaftlichen Finanzgruppe, ein Gesamtkundenvolumen von über 3,4 Mrd. EUR betreut. Das Kreditgeschäft wurde auf über 1 Mrd. EUR ausgebaut. Die 1.980 neuen Kredite von insgesamt 261 Mio. EUR verteilen sich dabei nahezu gleichmäßig auf Privatkunden und Firmenkunden. Besonders im Wohnbaubereich konnte der Marktanteil ausgebaut werden. Hier ist die Bank um 30 % stärker gewachsen als die Banken in ihrer Vergleichsgruppe. Zuwächse gab es ebenfalls bei den Kundeneinlagen. Durch den Anstieg der Sicht- und Spareinlagen konnten die Kundengelder auf 1.242 Mio. Euro gesteigert werden. Ein klares Zeichen unserer Kunden für ihr Vertrauen in die uneingeschränkte Sicherheit ihrer Einlagen. Der Bilanzgewinn von 2,8 Mio. EUR sei, so Schäfer, in einem so herausfordernden Geld- und Kapitalmarktumfeld ein zufriedenstellendes Ergebnis, das der Genossenschaft ermögliche, ihren Mitgliedern eine attraktive Dividende von 4,25 % zur Ausschüttung anzubieten und die Rücklagen und Reserven angemessen zu dotieren.

Mitmachbank für Mitglieder

Ungebrochen ist der stetige Mitgliederzuwachs bei der Volksbank Bruchsal-Bretten eG. Mehr als 1.600 Mitglieder traten in 2016 der Genossenschaft bei. Sie ist mit über 48.000 Mitgliedern die größte Personenvereinigung in der Region und steht für Werte wie Vertrauen, Solidarität und Partnerschaft. Für die Mitglieder noch leistungsstärker, kundenorientierter und nutzenorientierter zu werden sei ein großer Ansporn für die Bank und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dazu sei es notwendig, sich noch konsequenter an den Bedürfnissen der Mitglieder zu orientieren.

„Wir wollen, dass unsere Mitglieder mitmachen.“ Roland Schäfer sieht im „Mitmachen“ einen der Kerngedanken einer Genossenschaft mit gelebter Solidarität, gelebter Gemeinschaft und gelebter Hilfe zur Selbsthilfe. Dieses Mitmachen verfolge ein Ziel: Mitgestalten. Man wolle, dass die Mitglieder ihre Bank, ihre Produkte, ihre Filiale aktiv mitgestalten können. Denn: „Unser einziger Auftrag ist nach Gesetz und Satzung die Förderung der Wirtschaft unserer Mitglieder“, so Schäfer weiter. Mitmachen können die Mitglieder jetzt auch online – im neuen digitalen Mitgliedernetzwerk können Mitglieder über ihren PC, ihr Tablet oder ihr Smartphone ihre Volksbank aktiv mitgestalten, an Umfragen und Votings teilnehmen und gemeinsam mit anderen Mitgliedern neue Ideen entwickeln. Die Teilnehmerzahl im Mitgliedernetzwerk nimmt stetig zu.

Filiale bleibt wichtigster Vertriebsweg

„Wir leben Nähe, wir sind vor Ort verankert, wir sind überzeugte Filialisten“. In seinem Bericht ging Schäfer auch auf das weitläufige Filialnetz von 35 Filialen ein. Es müssten Antworten darauf gefunden werden, wie die Filialen weiter ausgestaltet und wie die betriebswirtschaftlichen Herausforderungen bewältigt werden könnten. Es gelte zu ermitteln, welche Funktionen heute und in Zukunft tatsächlich vor Ort gebraucht und genutzt würden. „So eine Entscheidung kann man nicht für alle Filialen pauschal treffen“, erklärt Schäfer. „Wir leiten aus unseren Analysen für jeden Standort ein eigenes Konzept ab. Ziel ist dabei nicht die Schließung einer Filiale, Ziel ist es, neue Technologien vor Ort zu nutzen und den persönlichen Kontakt auch in Zukunft bei Bedarf zu ermöglichen.“

„Unsere konsequente Orientierung an den genossenschaftlichen Werten war wieder die Grundlage für ein erfolgreiches Geschäftsjahr“, sagte Schäfer zum Abschluss seines Berichtes, der mit viel Beifall bedacht wurde. Wie weitreichend diese Idee sei und was Genossenschaften für die Menschen leisteten, hätte nun auch die UNESCO erkannt und die genossenschaftliche Idee zum Immateriellen Weltkulturerbe ernannt.

Veränderung im Aufsichtsrat

Veränderungen gab es im Aufsichtsrat der Volksbank Bruchsal-Bretten. Neu in das Gremium gewählt wurde Christiane Melter-Wonneberg aus Rinklingen, die damit den Brettener Wolfgang Hirsch ablöste, der aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl stand. Für seine langjährigen ehrenamtlichen Dienste für die Volksbank Bruchsal-Bretten erhielt Hirsch von Verbandswirtschaftsprüfer Achim Fehringer die silberne Ehrennadel mit Urkunde. Fehringer zollte Hirsch für seine 21-jährige Aufsichtsratstätigkeit höchsten Respekt: „Wolfgang Hirsch hat der Genossenschaft ein Gesicht gegeben.“

Foto v.l.n.r.: Volker Gaa, Vorstand, Thomas Ackermann, Aufsichtsratsvorsitzender, Christiane Melter-Wonneberg, Aufsichtsrätin, Wolfgang Hirsch, ausgeschiedener Aufsichtsrat, Roland Schäfer, Vorstandsvorsitzender, Gerhard Rübenacker, Vorstand

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